Die Vorteile der Google Cloud Platform in Zeiten von Corona

Wie E-Commerce Unternehmen die schwankende Nachfrage bewältigen können

Schon vor dem Ausbruch der Corona-Krise war bei vielen Unternehmen im Online-Handel eine der zentralen Herausforderungen die Balance zwischen Performance des Webshops und den damit verbundenen Infrastruktur-Kosten zu finden. Jetzt, da sich viele Online-Plattformen mit einem enormen Anstieg der Besucherzahl auf ihren Webseiten konfrontiert sehen, ist das Thema relevanter denn je. Die Google Cloud Platform (GCP) hilft Online-Händlern dabei sowohl höheren Zugriffszahlen gerecht zu werden als auch die Kosten im Griff zu halten.

Flexible Skalierbarkeit und Pay-as-you-go

Durch den Einsatz von GCP-Technologien lassen sich Ressourcen automatisiert und flexibel skalieren. Das bedeutet, dass Anwendungen ihre Kapazitäten automatisch an die Schwankungen des Bedarfs anpassen und so auch bei höchstem Traffic stabil laufen.

Bei lokalen Lösungen heißt Skalierbarkeit dagegen häufig entweder zu hohe Ausgaben für ungenutzte Serverkapazitäten tätigen zu müssen oder eine schlechte Anwendungsleistung zu Traffic-Spitzenzeiten in Kauf zu nehmen. Beides nicht ideal. Im Gegensatz dazu zahlt man bei der GCP nach dem Pay-as-you-go-Modell, also nur für die tatsächliche Nutzung. So sind E-Commerce-Unternehmen auf Ausnahmesituationen wie derzeit bestens gerüstet. Gleichzeitig fallen auch danach keine unnötigen Kosten an, wenn sich die Nachfrage wieder normalisiert. Um von diesen Vorteilen der Cloud profitieren zu können, stellt die GCP unterschiedliche Dienste zur Verfügung.

So lassen sich Anwendungen skalierbar machen

Im Folgenden wird beschrieben, welche Technologien der GCP eingesetzt werden können, um klassische Webanwendung cloud-ready und skalierbar zu machen.

  • CloudSQL

CloudSQL hilft bei der Reduktion von Redundanzen, da Daten orts- und serverunabhängig gespeichert werden, wodurch mehrere Anwendungen auf dieselbe Datenbank zugreifen können. Des Weiteren wird durch Hochverfügbarkeit von CloudSQL sichergestellt, dass die Daten jederzeit abrufbar sind und Downtimes minimiert werden. Die Auslagerung einer relationalen Datenbank in die GCP hat die bereits beschriebenen Vorteile. Einerseits lassen sich Fixkosten aufgrund der nutzenbasierten Bezahlung von Storage-Kapazitäten reduzieren. Andererseits besteht die Möglichkeit jederzeit die benötigte Speicherkapazität bereitzustellen.

  • Cloud Memorystore

Cloud Memorystore for Redis bietet einen vollständig verwalteten internen Datenspeicherdienst, mit dessen Hilfe sich der Cache einer Webanwendung realisieren lässt. Dabei werden Zugriffszeiten auf häufig abgefragte Datensätze beschleunigt, da die Zugriffe auf Datenbanksysteme minimiert werden. Wie CloudSQL ist Cloud Memorystore auf der sicheren und hochverfügbaren Infrastruktur von GCP aufgebaut und lässt sich on-demand nachfragebasiert skalieren. Dadurch ist auch bei hohen Zugriffszahlen eine geringe Latenz gewährleistet.

  • Storage Bucket

Multimedia-Inhalte und statischer Content können in Storage Buckets in der Google Cloud ausgelagert werden. Durch die so erzeugten CDNs wird die Anwendung stateless, das heißt es werden keine Daten gespeichert, die den Nutzer identifizieren. Somit ist eine Skalierung über mehrere virtuelle Maschinen oder Container möglich. Zudem bietet Google Storage Bucket hohe Konsistenz, dynamische Zugriffssteuerung und hohe Ausfallsicherheit. Ein weiterer Vorteil: Die geografische Region, in der die Daten gespeichert werden, ist frei wählbar. 

  • Compute Engine und Load Balancer

Die oben beschrieben Dienste dienen dazu, eine Anwendung so anzupassen, dass sie stateless realisiert wird. Daraus resultiert eine Extraktion von stateful-Content aus der Applikation. Das ist notwendig, da eine stateless Anwendung sich automatisiert skalieren lässt, indem je nach Zugriffszahlen neue Instanzen hochgefahren oder abgeschaltet werden. Hierfür bietet die GCP zum einen mit Compute Engine ein Tool zur Virtualisierung von Servern und zum anderen LoadBalancer einem Werkzeug zur dynamischen Lastverteilung.

Compute Engine stellt konfigurierbare virtuelle Maschinen bereit, welche auf die leistungsstarke Netz- und Speicherinfrastruktur von Google zurückgreifen und entsprechende Ausfallsicherheit bieten. Je nach Anforderung der Anwendung können virtuelle Maschinen entsprechend konfiguriert und bei Bedarf angepasst werden. Mit Hilfe eines Load Balancers kann eingehender Traffic gemanagt und entsprechend auf die virtuellen Maschine im Backend verteilt werden. Der Load Balancer kann entsprechend seiner Konfiguration bei Bedarf neue Instanzen einer Anwendung hochfahren oder bei weniger Traffic wieder herunterfahren.

Fazit: GCP bedeutet Flexibilität

Die Vorteile einer Cloud-Architektur werden gerade in der jetzigen Phase offengelegt. Es zeigt sich, wie wichtig es für Unternehmen ist, auf Veränderungen vorbereitet zu sein und flexibel reagieren zu können. Nur so sind viele Unternehmen derzeit in der Lage ihre Services weiterhin anzubieten. Aufgrund Skalierbarkeit nach Bedarf und Pay-as-you-go ist für Nutzer der Google Cloud Platform auch die Rückkehr zur Normalität ohne Probleme zu bewältigen.

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